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Mobilität

Stau auf der A4: Maiwochenende sorgt für Verkehrschaos

Anlässlich des bevorstehenden Maiwochenendes erwartet der ADAC auf der A4 ein hohes Verkehrsaufkommen. Vor allem Ausflügler und Reisende könnten für Stau sorgen.

Anna Müller8. Juli 20262 Min. Lesezeit

## Das Maiwochenende als Stauursache Das bevorstehende Maiwochenende hat seine ganz eigenen Verkehrsgefahren, und der ADAC hat sich bereits zu Wort gemeldet.

Vor allem auf der Autobahn A4 rechnet man mit einem Anstieg der Fahrzeugzahlen, das bedeutet in der Regel auch eine Zunahme von Staus. Der Grund für die steigende Verkehrsbelastung liegt auf der Hand: Die Frühlingssonne lockt nicht nur die frischgebackenen Wanderer in die Natur, sondern auch unzählige Reisende in die beliebten Urlaubsorte. Das ist ein schönes Bild, doch für die A4 kündigt es sich nicht minder dramatisch an.

Die Prognosen der Automobilclubs sind in der Regel pessimistisch und damit überaus realistisch. Ein Stau wird vor allem dort erwartet, wo sich die Freizeitaktivisten auf die Autobahn begeben, um stundenlang im Stau zu stehen und den endlosen Blick auf dieselbe Landschaft zu genießen. Man könnte fast meinen, das Warten im Stau sei der neue Volkssport. Gewiss, man könnte auch darüber nachdenken, die Autobahn nach den schönsten Aussichtspunkten zu benennen, um den Reisenden einen gewissen Trost zu bieten. Wer möchte nicht mit der Aussicht auf die leeren Flaschen von Mitreisenden und die ergreifende Stille des Verkehrs dahinvegetieren?

Strategien für den Umgang mit Stau

Was tun, um diesen Staus zu entkommen? Vorschläge gibt es viele, doch sie sind oft nicht mehr als das Herumgeeiere um die eigene Geduld. Da wäre zum Beispiel die Idee, bereits früh am Freitag oder später am Sonntag zu fahren. Ein Versuch, den rush hour Gefangenen zu entkommen, könnte für manchen eventuell fruchtbar sein. Doch wie viele Reisende sind tatsächlich bereit, ihre lieb gewonnenen Pläne zu ändern, nur um den zwischenzeitlich überall verteilten Stau zu umgehen?

Für die Geduldigen unter uns mag es eine Option sein, einen Stau einfach zu akzeptieren und die Reisezeit als eine Art meditative Erfahrung zu betrachten. Man hat in dieser Zeit wenigstens Zeit, um über die wichtigen Fragen des Lebens nachzudenken, etwa: „Warum habe ich nicht die Bahn genommen?“ Oder gar das philosophische Dilemma: „Was ist der Unterschied zwischen Zeit und Stau?“

Ob es Änderungen in den Reisegewohnheiten geben wird, bleibt fraglich. Unabhängig davon, wie viele von uns den Stau ernsthaft meiden wollen, ist man in der Lage, die Faszination der Autobahn zu bewahren. Aber vielleicht ist das auch nur die bitter-süße Illusion einer modernen Gesellschaft, die trotz aller Stauängste stets mit dem Gefühl der Vorfreude auf den nächsten Urlaub kämpft.

Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen lässt sich das Maiwochenende als eine Art Test für die Verkehrsgewohnheiten der Deutschen betrachten. Wie gut können wir mit dem Unvermeidlichen umgehen, und ob wir auf die Autobahn wollen oder nicht – eines steht fest: Wo viele miteinander unterwegs sind, wird sich der Stau kaum verhindern lassen.

Die A4 wird also, wie auch in den Jahren zuvor, zum Schauplatz unzähliger Reisender und der unüberwindlichen Frage, wann sich die Freiheit des Reisens in Form eines Staus nur noch als ein weiteres Stück Asphalt im Leben entpuppt.

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